Projekt CircPLAST-mr

Von Abfall-Kunststoffen zu hochwertigen Rezyklaten

CircPLAST-mr Grafik Übersicht
CircPLAST-mr Grafik Übersicht © JKU
Univ.-Prof. DI Dr. Reinhold W. Lang, Vorstand des Instituts für Polymerwerkstoffe und Prüfung an der JKU
Univ.-Prof. DI Dr. Reinhold W. Lang, Vorstand des Instituts für Polymerwerkstoffe und Prüfung an der JKU © Land OÖ/Daniel Kauder

12.04.2022

Die Johannes Kepler Universität Linz leitet mit ihrem Institut für Polymeric Materials and Testing das Forschungsprojekt circPLAST-mr, das sich mit dem mechanischen Recycling von Kunststoffen beschäftigt.

Insgesamt arbeiten 25 namhafte Partner:innen aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um den Wertschöpfungskreislauf des Recyclingprozesses zu optimieren und letztlich Plastikabfall in der Umwelt zu vermeiden. Im Projekt kooperieren viele wichtige Akteur:innen der Kunststoffwirtschaft und Abfallwirtschaft mit namhaften Forschungseinrichtungen. Gemeinsam decken sie den gesamten Wertschöpfungskreislauf für das mechanische Recycling von Kunststoffen ab, was die Einzigartigkeit dieses Leitprojekts unterstreicht.

Das Leitprojekt verfolgt vier Hauptziele:

  1. Aufspüren und Erforschen bisher nicht genutzter Potenziale für das mechanische Kunststoff-Recycling in allen Prozessstufen,
  2. Festlegung und Austestung zentraler Verfahrensschritte im Labor/Pilot-Maßstab,
  3. Nachweis für die öko-effiziente Marktfähigkeit erhöhter Rezyklat-Kunststoffmengen und
  4. Nachweis der Skalierbarkeit der Labor/Pilot-Verfahrensschritte auf den Produktionsmaßstab.

Aufbauend auf den Forschungsergebnissen und dem signifikanten Wissens- und Kompetenzaufbau soll es gelingen, die Recyclingquote von Kunststoffen bis 2030 deutlich zu erhöhen. Das in Kürze startende Projekt mit einem Forschungsbudget von 6,2 Millionen Euro läuft bis März 2026 und wird vom Klimaministerium mit 4 Millionen Euro gefördert.

Reinhold Lang, Institutsvorstand und Professor am Institut für Polymeric Materials and Testing der JKU und Projektleiter von circPLAST-mr erklärt:

„Mit dem vom Klimaministerium (BMK) geförderten Leitprojekt circPLAST-mr ist es uns gelungen, ein Forschungsvorhaben zu konzipieren, dessen Projektvolumen, Projektdesign und Partner:innenstruktur international Beispiel gebend sind. Damit wollen wir die Möglichkeiten der mechanischen Wiederverwertung von Kunststoffen und den Einsatz von Rezyklat-Kunststoffen auf eine neue Ebene heben. Zugleich entstehen mit der oberösterreichischen Roadmap 2030 tolle Synergien, die es ermöglichen, dass wir gemeinsam noch effektiver vorankommen.“

JKU Rektor Meinhard Lukas betont:

„Kreislaufwirtschaft ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit und es freut mich daher sehr, dass die JKU hier eine Vorreiterrolle auf dem Gebiet der Kunststoffe einnimmt. Um Plastikabfall zu reduzieren, braucht es aber viele Perspektiven. Daher werden in das Leitprojekt circPLAST-mr neben Werkstoff- und Prozesstechnik auch Zukunftstechnologien wie KI oder Data Science einfließen. Durch die Bündelung vieler Kompetenzen und Disziplinen kann es gelingen, das mechanische Recycling noch wirksamer zu machen.“

>> Weitere Informationen zum Projekt
 

Bei circPLAST-mr handelt es sich um ein Leitprojekt, das im Rahmen der 1. Ausschreibung der FTI Initiative Kreislaufwirtschaft genehmigt wurde. Das Projekt wird vom BMK gefördert und von der FFG abgewickelt.

Logo Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)    


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Christian Mayr

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