Energy Globe Oberösterreich 2019

Mit reger Beteiligung aus der KC Partnerlandschaft

30.04.2019

Bei den diesjährigen Energy Globe Awards am 25. April 2019 konnten gleich drei Kunststoff-Cluster Partner mit Nominierungen und sogar einer mit dem Preis in der Kategorie „Sustainable Plastics“ glänzen! Die Thermowhite GmbH mit Sitz in Spital am Pyhrn konnte durch eine eigens entwickelte spezielle Recyclingtechnologie für XPS-Abfall die Jury überzeugen. In der gleichen Kategorie war auch das Leitprojekt „Circumat“ nominiert, einer gemeinsamen Initiative von Borealis, Erema, Greiner, Innplast, LAVU, Lindner und der JKU mit dem TCKT, wo hochwertige Produkte aus Rezyklaten hergestellt werden. Weiters war die Fa. Plast-IQ in der Kategorie „Erde“ nominiert. Plast-IQ mit Sitz in Linz entwickelte ein Balkon Hochbeet aus Recycling-Kunststoff für individuelle Anforderungen. Der Kunststoff-Cluster freut sich mit den Preisträgern und Nominierten und gratuliert recht herzlich!

Zum zwanzigsten Mal wurden heuer im Geburtsland von Energy Globe die Oberösterreich Awards vergeben. Wie zukunftsweisend diese Initiative ist zeigt einerseits die globale Bedeutung. So ist der Energy Globe Award heute mit 187 teilnehmenden Ländern der weltweit bedeutendste Umweltpreis. Andererseits zeigen die gravierenden Klimaveränderungen, wie wichtig aktives Handeln ist, wofür Energy Globe die Lösungen in Form von Best Practice Projekten aufzeigt. Und in Summe sind es bereits mehr als 25 000 Projekte, die hier von umweltbewussten Zukunftsdenkern eingereicht wurden.

Am 25. April wurden in der Mein HOLTER Bad Ausstellung in Wels die besten Einreichungen aus Oberösterreich prämiert. Die Vielfalt und Qualität der eingereichten Projekte war überwältigend und unterstrich die nachhaltige Vorreiterrolle Oberösterreichs.

Begeistert waren auch die Laudatoren, unter Ihnen Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner und Landesrat Markus Achleitner, die die Sieger in den 5 Kategorien sowie die Gesamtsieger auszeichneten. Erstmals gab es auch zwei Gesamtsieger, die punktegleich aus der Jurierung hervorgingen.

Gesamtsieger wurden die Tp3 Architekten mit einer zukunftsweisenden Schulsanierung sowie ein Gemeinschaftsprojekt der Energie AG Wärme mit dem Zementwerk Hatschek und der Stadt Gmunden, bei dem durch Wärmeauskopplung nun rund 1000 Haushalte mit Wärme versorgt werden.

Sieger in der Kategorie Erde wurde die Morgentau Biogemüse GmbH, die inzwischen über 600 urbane Biogärtner motiviert und ausgebildet hat. In der Kategorie Feuer gewann die Link3 GmbH. Diese hat ein neuartiges Heizwassermanagement entwickelt, welches den Energiebedarf um rund 50 % reduziert.

Großartig auch das Siegerprojekt in der Kategorie Jugend, bei dem von Hrn. Winkler Leonhard eine Glukosebrennstoffzelle für Herzschrittmacher entwickelt wurde.

Die Firma AMAG Austria Metall AG als Sieger in der Kategorie Luft zeigte, wie man mit "gewusst wie" in einem Produktionsprozess durch entsprechende Maßnahmen die Emissionen von rund 2000 PKWs einsparen kann.

In der Kategorie Wasser gewann die Firma claro products GMBH mit einem umfassenden nachhaltigen Produkt für Geschirrspüler und in der Sonderkategorie Sustainable Plastics ging der Sieg an die Firma Thermowhite GmbH für ein neues Recycling-Verfahren, welches aus Plastik-Sondermüll hochwertige Dämmungen herstellt.

Details zu allen Nominierten und den Siegerprojekten >> 

„U-greeny“ – das Balkon-Hochbeet für kleine Flächen
Einreicher: plast-IQ GmbH
Das Unternehmen plast-IQ GmbH steht für Innovation im Kunststoffbereich. Plast-IQ entwickelt und vertreibt Produkte aus umweltfreundlichem Recycling-Kunststoff. Eines davon ist das Balkonhochbeet U-greeny, welches auf die individuellen Bedürfnisse beim Anbau von eigenem Gemüse und Kräutern auf kleinem Raum ausgerichtet ist. Das System hat eine Lebensdauer von mindestens 5 Jahren und eignet sich für den Einsatz auf Balkonen, Dachterrassen, Terrassen und Kleingärten. Durch die Verwendung besonders leichter Materialien wiegt ein Gesamtsystem für mehrere Tomatenpflanzen, einige Salate, Gurken und Zucchini sowie Kräuter nur 10 kg.

  

Thermowhite Polystyrol Recycling-Technik
Einreicher: Thermowhite GmbH

Die Thermowhite GmbH beschäftigt sich seit 20 Jahren mit Wärmedämmprodukten aus EPS-Recyclingmaterialien. 2017 wurde eine spezielle Recyclingtechnologie entwickelt, um den als Sondermüll gekennzeichneten XPS-Abfall gemeinsam mit EPS-Abfall zu verarbeiten. Das entstandene Produkt ist wiederverwertbar und wird als hochwertiger Dämmstoff in der Wärme- und Trittschalldämmung eingesetzt. Mit einer neuen Mischanlage wird es möglich, Trinkwasser im Ausmaß von 30 Millionen Liter pro Jahr einzusparen. Zusätzlich wurden 50% der Firmenautos auf Elektroantrieb umgestellt und Stromtankstellen installiert.

Nachhaltige Dämmlösungen von Thermowhite 

CIRCUMAT – Circular Materials: Produkte aus Kunststoffabfällen
Einreicher: Transfercenter für Kunststofftechnik GmbH

Aufgrund fehlender Recyclingstrategien hat Kunststoff einen schlechten Ruf. Um ihn sinnvoll wiederverwenden zu können, werden Partner entlang der Wertschöpfungskette wie Neuwarenhersteller, Verarbeiter oder Verwerter vereint. Gemeinsam werden aus Reststoffen Qualitätsprodukte erzeugt. CIRCUMAT ist ein Leuchtturmprojekt, da es zum ersten Mal gelungen ist, dass alle notwendigen Partner gemeinsam am Thema arbeiten, um das Thema Kunststoffrecycling weiter voranzutreiben. Dies zeigt sich auch bereits in ersten umgesetzten Anwendungen wie dem Rest- und Altspeiseölsammelkübel „Öli“, zu 100% hergestellt aus Kunststoffabfällen.

Kunststoffrecycling ist derzeit ein auch medial sehr stark präsentes Thema, vor allem durch negative Schlagzeilen um Kunststoffabfälle, welche in der Umwelt entsorgt werden. Das TCKT beschäftigt sich schon lange mit dem Thema, und daher freut es uns umso mehr, dass wir mit dem Leitprojekt CIRCUMAT – einer gemeinsamen Initiative von Borealis, Erema, Greiner, Innplast, LAVU, Lindner und der JKU mit dem TCKT, wo hochwertige Produkte aus Rezyklaten hergestellt werden – bei den diesjährigen Energy Globe in der Kategorie Sustainable Plastics nominiert waren. Dies zeigt nicht nur, dass die beteiligten Unternehmen sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen, sondern diese Bemühungen auch von unabhängigen als nachhaltig angesehen werden.

Der Kunststoff-Kreislauf, welcher im Projekt Circumat forciert wird