Digital Moulds GmbH: Joint Venture von HAIDLMAIR und Hofmann

Mario Haidlmair und Stefan Hofmann freuen sich über ihr Joint Venture und sehen eine große Zukunft für die Digital Moulds GmbH. © HAIDLMAIR
Mario Haidlmair und Stefan Hofmann freuen sich über ihr Joint Venture und sehen eine große Zukunft für die Digital Moulds GmbH. © HAIDLMAIR
Andreas Reinthaler ist der Geschäftsführer der Digital Moulds GmbH © HAIDLMAIR
Andreas Reinthaler ist der Geschäftsführer der Digital Moulds GmbH © HAIDLMAIR

05.02.2020

„Spritzgießwerkzeuge sind eigentlich ziemlich dumm!“ Mit dieser etwas provokanten Aussage hat Mario Haidlmair, Geschäftsführer des gleichnamigen Werkzeugbauspezialisten aus Nußbach, Oberösterreich, schon für manche erstaunte Gesichter bei Vorträgen gesorgt.

Um den Werkzeugen diese „Dummheit“ auszutreiben, hat HAIDLMAIR bereits vor einigen Jahren das Werkzeugüberwachungssystem Mould Monitoring entwickelt und in einigen seiner Werkzeuge erfolgreich eingesetzt. Mould Monitoring gibt dem Nutzer die Möglichkeit seine Werkzeuge immer im Blick zu haben. Neben der Standortbestimmung und Status des jeweiligen Werkzeuges, erlaubt das System seinen Nutzern auch viele relevante Werkzeugparameter (Stückzähler, Zykluszeit, Durchfluss, Forminnendruck uvm.) ortsunabhängig über die gesamte Werkzeuglebensdauer einzusehen. Zusätzlich wird man über anstehende Wartungen und Services rechtzeitig benachrichtigt, was die Planbarkeit dieser Arbeiten erheblich erleichtert.

Mould Monitoring ist inzwischen soweit optimiert, dass HAIDLMAIR den richtigen Zeitpunkt gekommen sah, das System auf eigene Beine zu stellen. Zu diesem Zweck wurde im Oktober 2019 das neue Unternehmen Digital Moulds gegründet, das sich um die Weiterentwicklung von Mould Monitoring, den Vertrieb des Systems und die Neuentwicklung von weiteren intelligenten Digitalisierungslösungen für den Werkzeugbau kümmern soll. Geschäftsführer des neuen Unternehmens ist Andreas Reinthaler, der seine Ausbildung vor vielen Jahren bei HAIDLMAIR begann und nach seinem Studium an der Technischen Universität Graz nun die alleinige Verantwortung für die Geschäfte der Digital Moulds trägt.

Auf der Eigentümerseite wollte Mario Haidlmair das neue Unternehmen von Beginn an auf breitere Beine stellen, auch um die Unabhängigkeit von Digital Moulds hervor zu streichen und die Produkte für viele Unternehmen interessant zu machen. Daher war man

bereits seit einigen Monaten auf der Suche nach strategischen Partnern. Nach intensiven Verhandlungen konnte man sich nun mit dem bayrischen Unternehmen Hofmann einigen, das als gleichwertiger Partner gemeinsam mit HAIDLMAIR Digital Moulds auf Eigentümerseite die Geschicke lenkt. „Digitalisierung ist einer der Megatrends in unserer aktuellen Zeit. Aber im Bereich Spritzguss und Formenbau ist hier noch sehr viel Potential, welches ein Schlüssel zur Qualitäts- und Effektivitätssteigerung sein wird. Die Firma Digital Moulds ist in unseren Augen hier Vorreiter und Pionier und liefert sehr gute Lösungen für die zukünftigen Digitalisierungsaufgaben in der Spritzgussfertigung. Wir freuen uns daher sehr, dass wir nun Teil des Digital Moulds Teams sind und zusammen in eine spannende Zukunft gehen.“, erklärt CEO Stefan Hofmann die Beweggründe, die ihn den Entschluss fassen ließen bei dem jungen Unternehmen einzusteigen.

Gemeinsam will man nun in diesem Jahr viele neue Kunden von den Produkten von Digital Moulds überzeugen und das Wachstum des neuen Unternehmens vorantreiben. Nach den ersten Gesprächen auf der K2019 sind nun bereits interessante Projekte mit einigen namhaften Unternehmen aus verschiedensten Industriebereichen gestartet.

Neben Mould Monitoring wird Digital Moulds 2020 noch ein weiteres Produkt anbieten. Es nennt sich Mould Lifecylcle Management und ist ein Tool, das den gesamten Lebenszyklus eines Werkzeuges, von der ersten Idee des Kunden bis zum Ende der Lebensdauer transparent und zentral dokumentiert und darstellt. Die Nutzer dieser cloudbasierten Softwarelösung haben dadurch die Möglichkeit alle relevanten Informationen, Dokumente, Zeichnungen, Parameter uvm. in einer Datenbank zu sammeln. Somit greifen alle Projektpartner zeit- und ortsunabhängig auf den gleichen Wissenstand zurück und vermeiden somit zeitaufwändige Suchvorgänge von Daten oder ähnlichem. Volle Kontrolle über die Werkzeuge und Transparenz über die Produktion, stellt gerade für den OEM einen erheblichen Mehrwert dar. All das und noch viel mehr bietet das Mould Lifecycle Management von Digital Moulds.

Weitere Informationen:
www.digitalmoulds.com