Weniger Schnittstellen verkürzen Durchlaufzeit

Werkzeugbau bei der Putz GmbH: Erodieren, HSC Fräsen, Graphitbearbeitung und Tieflochbohren.<
Werkzeugbau bei der Putz GmbH: Erodieren, HSC Fräsen, Graphitbearbeitung und Tieflochbohren.<br><i>Bild: Putz</i>
Firmenchef Dipl. Ing. (FH) Georg Putz.
Firmenchef Dipl. Ing. (FH) Georg Putz.<br><i>Bild: Putz</i>

15.03.2016

Das in zweiter Generation geführte Familienunternehmen Metall- und Plastikwaren Putz GmbH in Abtenau befasst sich seit knapp 40 Jahren erfolgreich mit der Entwicklung und Herstellung von technisch hochwertigen Spritzgussformen und Kunststoffbauteilen. Die Ausbildung der Mitarbeiter hat einen zentralen Stellenwert im Unternehmen.

Die Kunden des Salzburger Unternehmens mit knapp 30 Mitarbeitern kommen vorwiegend aus den Bereichen Elektronik-, Fahrzeug-, Medizin-, Konsum- und Sportindustrie. Putz setzt in der Entwicklung auf neueste CAD/CAM-Systeme in Verbindung mit Simulationsprogrammen. Im Werkzeugbau arbeitet das Unternehmen mit engsten Toleranzen und setzt Rapid Moulding und HSC Fräsen ein. Mit Spritzgießmaschinen von 25 bis 300 Tonnen Schließkraft verarbeitet Putz neben Commodities auch Hochleistungskunststoffe.

Eigene Ausbildung hat sich bewährt
„Alle Mitarbeiter im Werkzeugbau und in der Entwicklung sind ehemalige Lehrlinge. In der Regel machen unsere Lehrlinge die Doppellehre Werkzeugbau und Konstruktion. Bei Interesse können die jungen Leute auch die Lehre mit Matura machen“, erzählt Firmenchef Georg Putz. Besonders stolz ist er, dass Putz es geschafft hat, die Mitarbeiter so auszubilden, dass jeder die komplette Prozesskette von Entwicklung bis zur Serienreife übernehmen kann. Der jeweilige Mitarbeiter konstruiert und entwickelt das Bauteil gemeinsam mit dem Kunden und erstellt die Werkzeugkonstruktion und alle nötigen CNC-Programme. Danach arbeitet der Mitarbeiter auch aktiv im Werkzeugbau mit, hilft bei der Bemusterung und erstellt gemeinsam mit dem QM-Beauftragten den Erstmuster-Prüfbericht. So entfallen die zeitaufwändigen und fehleranfälligen Schnittstellen. Der Kunde hat zudem einen kompetenten Ansprechpartner, welcher über alle Schritte Bescheid weiß. Die Ergebnisse seien, so Georg Putz, wesentlich kürzere Durchlaufzeiten und eine Reduzierung der Änderungsschleifen auf ein Minimum.

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