Nachhaltige Oberflächen

Bauteil aus geprägter, thermogeformter und hinterspritzter Folie
Bauteil aus geprägter, thermogeformter und hinterspritzter Folie © Klaus Krenn

06.07.2022

Die Kunststoffindustrie ist mehr als andere gefordert, neue Lösungen zu entwickeln, um die Mikroplastik- und Klimawandelprobleme anzugehen. Kreislaufwirtschaft stellt dabei eine zentrale Strategie dar. Isosport zeigt mit der Entwicklung neuer funktioneller und dekorativer Folien, die thermogeformt und im Hinterspritzverfahren zu Bauteilen verarbeitet werden können, neue Wege auf, um besonders hohe Anteile an Recyclingmaterial in einem Bauteil zu verwenden.

Keine Grenzen bei Foliengestaltung

Die Besonderheit liegt darin, dass verschiedene Kunststofftypen (z. B. PP, ABS, PC, PA, TPU) zu transparenten, bedruckbaren oder zu dekorativ eingefärbten Folien extrudiert werden. Die Oberfläche kann dabei im Extrusionsprozess glatt oder matt, aber insbesondere auch durch funktionelle – etwa für Kratzfestigkeit – und dekorative Prägungen gestaltet werden. Spezielle Materialien und Produktionsparameter ermöglichen, dass selbst nach dem Thermoformen und Hinterspritzen die Prägung erhalten bleibt.


Optimale Bauteilqualität

Durch eine Folienstärke von 0,3 bis 0,6 mm kann die Bauteiloberfläche alle bisherigen wichtigen Kriterien an Optik, Haptik und Funktion von vielen Spritzgussteilen erfüllen – selbst wenn das Hinterspritzmaterial hohe Anteile an Recyclingmaterial und damit oft auch Inhomogenitäten oder Verunreinigungen aufweist.

„Zudem ist es durch die rasante Entwicklung am Kunststoffmarkt vielfach möglich, auch das Folienmaterial – etwa PP oder PA – aus erneuerbaren Quellen wie Pflanzen, Speisealtöl oder Ähnlichem herzustellen. Somit können wir Bauteile mit optimierter CO2 -Bilanz realisieren, ohne Einbußen bei der Bauteilqualität in Kauf nehmen zu müssen“, erklärt Klaus Krenn, Forschungsund Entwicklungsleiter der Isosport Verbundbauteile GmbH.

www.isosport.com