Energy Globe STYRIA AWARD 2021 für Projekt mit Leobener Beteiligung

Univ.-Prof. Wolfgang Kern (MUL, links) und Assoz.Prof. Stefan Spirk (TU Graz, Projektleiter, rechts)
Die glücklichen Gewinner: Univ.-Prof. Wolfgang Kern (MUL, links) und Assoz.Prof. Stefan Spirk (TU Graz, Projektleiter, rechts) © Energieagentur Steiermark/Werner Krug

06.07.2021

Neues Recyclingverfahren für Reststoffe aus der Papierherstellung: Das Gemeinschaftsprojekt „LignoBatt“ wurde am 23. Juni 2021 mit dem Landespreis Energy Globe STYRIA AWARD 2021 in der Rubrik Forschung ausgezeichnet.

Im Projekt beschäftigt sich der Lehrstuhl für Chemie der Kunststoffe an der Montanuniversität Leoben als Projektpartner gemeinsam mit dem Institut für Biobasierte Produkte und Papiertechnik der Technischen Universität Graz (Projektleitung) mit dem innovativen Design von umweltfreundlichen Stromspeichern aus Abfallprodukten.

Mit dem Landespreis „Energy Globe STYRIA AWARD 2021" prämieren das Land Steiermark und die Energie Steiermark jährlich öko-innovative Projekte im Bereich Energie, Umwelt und Klima. Dieses Jahr wurden in sechs Kategorien insgesamt 82 Projekte steiermarkweit eingereicht. Die Preise wurden in diesem Jahr am 23. Juni 2021 in der Aula der Alten Universität in Graz verliehen.

Das Projekt „LignoBatt“ konnte die Fachjury dabei im Bereich „Forschung“ überzeugen: Forschern*innen am Institut für Biobasierte Produkte und Papiertechnik der TU Graz (Projektleiter: Prof. Stefan Spirk) und dem Lehrstuhl für Chemie der Kunststoffe an der Montanuniversität Leoben (Prof. Wolfgang Kern) ist es gelungen, eine effiziente Methode zu entwickeln, Lignin, ein Biopolymer, das in pflanzlichen Zellwänden vorkommt und bei der Papierproduktion als Reststoff anfällt, wieder in den Produktkreislauf einzugliedern.

„Lignin wurde bislang in der Papierproduktion überwiegend thermisch verwertet. Wir konnten ein Verfahren entwickeln, das dieses Abfallprodukt nun als ökologischen, sicheren, kostengünstigen und leicht verfügbaren Rohstoff für die Energiespeicherung in sogenannten Redox-Flow-Batterien verfügbar macht“, erläutert Univ.-Prof. Dr.techn. Wolfgang Kern, Leiter Lehrstuhl für Chemie der Kunststoffe an der Montanuniversität Leoben.

Mit dem Projekt haben die TU Graz und die Montanuniversität Leoben aus ökonomischer Sicht den Grundstein für einen neuen Wertschöpfungskreislauf in der Papier- und Zellstoffindustrie gelegt und dabei auch zahlreiche weitere Vorteile für die Batteriebranche geschaffen.

Kontakt und weitere Informationen zum Projekt:

Univ.-Prof. Dr.techn. Wolfgang Kern
Lehrstuhl für Chemie der Kunststoffe an der Montanuniversität Leoben
wolfgang.kern@unileoben.ac.at
+43 3842 402 - 2350

Assoz.Prof. Dr.rer.nat. Stefan Spirk
Institut für Biobasierte Produkte und Papiertechnik der TU Graz
stefan.spirk@tugraz.at
+43 316 873 - 30763

>> Mehr Infos zum Energy Globe STYRIA AWARD

www.unileoben.ac.at
www.tugraz.at