Dreidimensionale Bildgebung mit aktiver Thermografie

LockIn-Thermografie
LockIn-Thermografie<br><i>Bild: SKZ</i>

06.04.2016

Am SKZ wird die Informationsausbeute bei der aktiven Thermografie zur zerstörungsfreien Bauteilprüfung erhöht. Mittels der Thermografie lassen sich Unterschiede in der lokalen Temperaturleitfähigkeit durch die zeitliche Betrachtung der Temperaturausbreitung innerhalb eines Körpers detektieren.

Bei der aktiven LockIn-Thermografie wird das zu prüfende Bauteil entweder mit Hilfe thermischer Strahler, Ultraschall oder Induktion moduliert angeregt. Klassisch wird lediglich eine definierte Anregungsfrequenz eingesetzt. Dies hat den Nachteil, dass nur Fehlstellen bis zu der dazugehörigen Tiefenlage detektiert werden können. Ist diese, wie bei den meisten Prüfaufgaben nicht bekannt, so muss die Prüfung mit unterschiedlichen Frequenzen wiederholt werden, um ein Bauteil als fehlerfrei einstufen zu können. Dies geht mit Prüfzeiten von vielen Minuten bis Stunden und Datenmengen im mehrstelligen Gigabyte-Bereich einher. 

Im Zuge eines Forschungsvorhabens wird daher eine quasi-tomografische Prüfung realisiert, um die benötige Prüfzeit und die dadurch erzeugte Datenmenge signifikant zu reduzieren. Hierdurch werden den Anwendern die Bauteilstrukturen dreidimensional und damit leichter erfassbar vermittelt sowie die Auffindwahrscheinlichkeit einer Fehlstelle wesentlich erhöht. Dies wird durch eine Weiterentwicklung der bisher etablierten Anregungs- und Auswertemöglichkeiten erreicht werden. Mit den Ergebnissen des Vorhabens werden den Anwendern eventuelle Berührungsängste genommen und damit der Weg zum industriellen Systemeinsatz mit Hilfe von Best-Practice-Richtlinien geebnet.

Bei Interesse an den Forschungsergebnissen oder kostenlosen Probemessungen kann Kontakt mit dem SKZ aufgenommen werden.

www.skz.de