NaKu ist Preisträger für den ÖGUT Umweltpreis 2015

Sonnenblumendisplay
Sonnenblumendisplay
Bild: © Naku e.U.

30.11.2015

In der Kategorie Zukunftsfähiger Materialeinsatz in der Produktion hat das Projekt Kunststoffprodukte aus Sonnenblumenabfällen von der Firma NaKu die Jury überzeugt.

Kunststoff ist der Werkstoff der letzten 50 Jahre und wird auch in den nächsten 50 Jahren eine ganz dominierende Rolle unter den Werkstoffen einnehmen. Als eine große Weiterentwicklung der letzten Jahre im Bereich der Kunststoffverarbeitung gelten Biopolymere. Sie eröffnen die Möglichkeit, in Zukunft Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zu erzeugen. Diese neue Kunststoffgattung ist durch ihre biologische Abbaubarkeit und den geringeren CO2 Abdruck ein wertvoller Beitrag für die Umwelt. Allerdings wird daran kritisiert, dass Nahrungsmittel wie Stärke oder Zucker zur Herstellung der Polymere verwendet werden.

In mehr als vierjähriger Forschungsarbeit entwickelte die niederösterreichische Firma NaKu aus dem Abfall von Sonnenblumenschalen und Milchsäure einen natürlichen Kunststoff. Ziel war es, aus einem Abfall der Lebensmittelindustrie, der in großen Mengen anfällt, und der sich nicht einmal mehr als Viehfutter verwenden lässt, Gebrauchsgegenstände wie Messeaufsteller oder Ladenausstattungen herzustellen.

Dieser neue Werkstoff besteht zu 100% aus nachwachsenden Rohstoffen und ist sehr vielseitig einsetzbar (Gehäuse, Behälter, Profile etc.). Der Anteil der Substanzen, die mit Nahrungsmitteln in Konkurrenz stehen könnten, wurde mit einem Anteil von bis zu 60% durch den ehemaligen Abfallstoff Sonnenblumenschalen ersetzt.

NaKu vertreibt den fertigen Rohstoff und bietet als Innovationsbringer auch das Know How an, damit diese Technologie allen Kunststoffbetrieben für ihr Produktportfolio zur Verfügung steht.

End of Life: Das Sonnenblumenmaterial lässt sich wie herkömmlicher Kunststoff über den Hausmüll und über Verbrennung entsorgen. Auch die vollkommene Recyclierbarkeit als ressourcenschonenderes End of Life Scenario bei gleichbleibenden Materialeigenschaften ist möglich. Darüber hinaus ist das Material bioabbaubar, also auch kompostierbar.

www.naku.at 
www.oegut.at