FACC erhält Innovationspreis des Landes Oberösterreich

Günter Rübig, Obmann Sparte Industrie der WKO OÖ, Andreas Furthmayr, Vice President Aerostructures, Helmuth Höller, Director NDI von FACC, Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Michel Strugl
Foto: Land OÖ / Kraml

13.11.2017

Die neuartige Prüfmethode „aktive Thermografie“ spart Zeit und Kosten. Die FACC AG wurde Anfang November mit dem Innovationspreis des Landes Oberösterreich 2017 für die Entwicklung der „aktiven Thermografie“ als neue Prüfmethode von Leichtbauteilen aus Faserverbund ausgezeichnet.

Robert Machtlinger, CEO von FACC, nahm während der offiziellen Verleihung im ORF Landesstudio Oberösterreich den 3. Preis in der Kategorie Großunternehmen entgegen.

FACC überzeugte die Jury mit einer zerstörungsfreien  Prüfmethode, die schnelleres und effizienteres Prüfen von Luftfahrtbauteilen ermöglicht. „Die Technologie ist eine Weltneuheit: FACC ist das erste und einzige Unternehmen in der gesamten Luftfahrtbranche, das für die Verwendung der Thermografieprüfung in der Serienfertigung von Flugzeugbauteilen eine Zulassung von Boeing erhalten hat“, hebt. Robert Machtlinger, CEO von FACC, die enorme Bedeutung dieses Meilensteins in der Prüftechnologie hervor. „Durch den Innovationssprung können wir unsere Rolle als ein führender Technologiepartner im Aerospace-Bereich nachhaltig festigen.“ An der Zulassung für zwei weitere große Flugzeughersteller wird bereits mit Hochdruck gearbeitet, bei beiden wäre FACC ebenfalls weltweit der erste Lieferant in Anwendung der neuen Prüfmethode. Robert Machtlinger betont: „FACC hat mit dieser Entwicklung aufs Neue bewiesen, dass wir technologisch immer einen Schritt voraus sind. Wir können so unsere Stellung als österreichisches Technologieunternehmen am internationalen Luftfahrtmarkt weiter ausbauen.“

Aktive Thermografie – schneller und genauer als Ultraschall

Die „aktive Thermographie“ als neue hocheffiziente Prüfmethode von Leichtbauteilen aus Faserverbund zeichnet sich durch eine beträchtliche Reduktion der Prüfzeiten und –kosten bei gleichzeitiger Steigerung der Zuverlässigkeit aus. Die Genauigkeit und Geschwindigkeit der nicht zerstörenden Prüfung nimmt zu, die Prüfdauer und die Investitionskosten in komplexe Prüfmaschinen nehmen ab. Bei der bisher eingesetzten Ultraschallprüfung müssen Bauteile in Millimeterschritten abgefahren werden, was einen hohen Zeitaufwand verursacht. Die Innovation ermöglicht die Abbildung kompletter Bauteile innerhalb von Sekunden. Bisher wurden Anlagen verwendet, die ortsgebunden und teuer in der Anschaffung sind. Das Equipment für die Thermografieprüfung ist mobil, universell einsetzbar und deutlich preisgünstiger. „Der völlig neue Prozess ist in Fertigungslinien integrierbar und stellt für uns einen weiteren Riesenschritt in Richtung Industrie 4.0 dar“, so Robert Machtlinger. „Mit ihren zahlreichen Vorteilen hat die Methode das Potential, die nicht zerstörende Prüfung von Luftfahrzeugbauteilen zu revolutionieren.“

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