Downhill mit High-Tech

Tyrolia Skibindung
Tyrolia verwendet für diese Skibindung AKROMID® B3 GF 45 1 schwarz (3851) bei den mechanisch beanspruchten Teilen.
Bild: ©TYROLIA
Chargenkonstanz AKRO-PLASTIC GmbH

14.03.2017

In vielen Industriebereichen, besonders im Automobilbau, gehören technische Kunststoffe heute zum Standard, da sie wichtige Bestandteile des modernen Leichtbaus sind. Auch die Sport- & Freizeitindustrie legt großen Wert auf hochwertige Verarbeitung ihrer Sportgeräte und partizipiert daher von den in der Automobilindustrie entwickelten Spezifikationen.

Die HTM Sport GmbH aus dem österreichischen Schwechat, besser bekannt durch ihren Markennamen Tyrolia, hat für ihre Skibindungen eine hochmoderne Fertigung entwickelt. Durch die rasante Weiterentwicklung im Wintersportbereich gewinnt das Thema verletzungsfreies Skifahren immer mehr an Bedeutung. Dabei ist die Bindung nicht bloß Verbindungsstück zwischen Ski und Schuh, sondern der kritische Erfolgsfaktor für Sicherheit und optimale Performance im Schnee.

Dafür werden Sicherheitsbauteile in engsten Toleranzen hergestellt. Um diese Spezifikationen zu erreichen, sind neben den modernen Produktionsverfahren auch hochwertige Rohstoffe notwendig. Das Schwechater Unternehmen setzt hier seit Jahren auf die gute Zusammenarbeit mit dem Kunststoffspezialisten der AKRO-PLASTIC GmbH aus Niederzissen, Rheinland-Pfalz, Deutschland. Für die Skibindungen setzt es AKROMID® B3 GF 45, ein PA 6 mit 45 % Glasfaserverstärkung, ein. Dies ist ein hochsteifes Material mit sehr guten Zähigkeiten, sowohl bei Raumtemperatur als auch bei Minusgraden, die auf der Skipiste gefordert sind.

Neben den sehr guten mechanischen Eigenschaften und einer guten Verarbeitbarkeit weisen die aus diesem Material gefertigten Bauteile eine äußerst gute Oberflächenbeschaffenheit auf. Dies ermöglicht es dem Sportartikelhersteller, auf den zusätzlichen Arbeitsschritt des finalen Lackierens zu verzichten. Neben einer Zeit- und Materialersparnis außerdem noch gut für die Umwelt – bei gleichbleibender Qualität und dem Vorteil eines durchgefärbten Bauteils. Dieser zeigt sich speziell bei kleinen Oberflächenbeschädigungen beim harten Einsatz auf der Piste oder im speziell beanspruchten Kinder- und Verleihsegment, wo die Skibindungen während einer Saison so einiges an Schlägen einstecken müssen.

Die hier beschriebenen Eigenschaften erreicht AKRO-PLASTIC unter anderem durch ihre innovative Extrusionstechnik, die vom Schwesterunternehmen FEDDEM GmbH & Co. KG bereitgestellt wird. Die beiden Unternehmen haben gemeinsam ein Konzept entwickelt, welches es ermöglicht, unabhängig vom Produktionsstandort weltweit die gleichen hohen Qualitätsstandards zu erfüllen. Diese Technologie wird unter dem Namen ICX®-Technology vermarktet. Hierzu gehören neben einer identischen Maschinen- und Peripherietechnik auch einheitliche Prozesse sowie erstklassige Rohstoffe. Neben der schonenden Einarbeitung der Glasfaser spielt auch dessen Dosierung und Homogenisierung im fertigen Compound eine entscheidende Rolle. Hier kann der Compoundeur eine gleichbleibende Fertigung unter engsten Toleranzen garantieren. In Grafik 1 ist beispielhaft die Glasfaserdosierung für das AKROMID® B3 GF 45 1 schwarz (3851) über 25 Chargen dargestellt. Der Mittelwert aus diesen Chargen liegt bei 44,69 %. Die Spezifikationsgrenzen für die Glasfasern liegt aktuell bei +/-2,0 % und somit bereits deutlich unter denen der Mitbewerber. Durch die nur sehr geringen Abweichungen bei „Charge zu Charge“ -Produktion wird eine äußerst gleichbleibende Bauteilqualität realisiert.

„Unsere Kunden wollen sich in jeder Situation auf ihre Skibindung verlassen können“, so Stefan Wollner, Einkaufsleiter bei HTM Sport GmbH. „Dies garantieren wir mit unserem Leitspruch „Nur Perfektion gibt Sicherheit!“, der uns von der ersten Idee bis zur fertigen Skibindung über alle Fertigungsschritte inkl. der Materialauswahl begleitet“.

www.akro-plastic.com
www.kdfeddersen.com