ChemMultimodal

Gütertransport
Gütertransport
Bild: © RCG/L. Beck
Gütertransport
Gütertransport
Bild: © RCG/Robert Deopito

03.08.2016

Multimodale Transporte für chemische Produkte – Anforderungsanalyse

Im Fokus steht die Verbesserung der Koordination zwischen den Akteuren entlang der Logistik-Kette, um multimodale, umweltfreundliche Transportlösungen zu forcieren.

Ausganslage
Die chemische Industrie ist mit 119 Mrd. EUR Umsatz und 340.000 Beschäftigten ein wichtiger Wirtschaftssektor in Mitteleuropa.
In Österreich umfasst die Kunststoffverarbeitung rund 560 Betriebe (NACE 222), welche rund 26.580 Mitarbeiter beschäftigen. Die Zentren der Produktion liegen in Ober- und Niederösterreich und erwirtschaften zugleich den größten Teil des Produktionswertes. Dabei macht die Kunststoffwarenerzeugung im Export einen Wert von 3,4 Mrd. EUR aus und die Kunststofferzeugung 2,1 Mrd EUR. Durch eine hohe Exportorientierung zeichnet die Branche für rund 8% des Güterverkehrs verantwortlich, wobei in Europa ein Großteil auf LKW abgewickelt wird.

Zielsetzung und Arbeitsprogramm
Das Hauptziel des Projektes ChemMultimodal ist die Förderung von multimodalem Transport von chemischen Gütern durch Koordination und Erleichterung der Kooperation zwischen Unternehmen der chemischen Industrie, spezialisierten Logistikdienstleistern (LDL), Logistikterminalbetreiber und Behörden in Regionen mit chemischer Industrie in Mitteleuropa.

Basierend auf einer detaillierten Analyse der Anforderungen zur Förderung von multimodalen Transporten von chemischen Gütern wird das Projektkonsortium Werkzeuge entwickeln, um Unternehmen in der chemischen Industrie sowie den Logistikdienstleistern in ihrer strategischen und operativen Planung zu unterstützen, den Anteil an multimodalen Transporten zu erhöhen.

Diese Werkzeuge werden in 7 Pilotprojekten mit 35 Unternehmen in den beteiligten Ländern getestet um den Modalwechsel zu unterstützen. Das Ziel der Pilotprojekte ist bis zum Ende der Projektlaufzeit die multimodalen Transporte um 10% zu erhöhen und gleichzeitig den CO2 Fußabdruck um 5% zu reduzieren.

Darüber hinaus werden 6 Weiterbildungsseminare durchgeführt, um den Umgang mit den entwickelten Werkzeugen weiteren 90 Unternehmen anzubieten. Eine gemeinsame Strategie und 7 regionale/nationale Maßnahmenpläne werden entwickelt, um die Aktivitäten auch nach Projektende weiter zu führen.

 

Nutzen
Die Branche ist von ihrer Struktur her klein- und mittelbetrieblich ausgerichtet. Rund 62% der Unternehmen beschäftigen weniger als 20 Mitarbeiter, 33% zwischen 20 und 249 Mitarbeiter und 5% über 250 Mitarbeiter.

Der Hebel liegt daher im transnationalen europäisch-vernetzten Wissensaufbau um die Möglichkeiten von multimodalen Transportkonzepten bei den kleineren und mittleren Betrieben zu ermitteln und diesen mit der Tool-Box gezielt für Ihre Logistikkette den Mehrwert aufzuzeigen.

Für Österreich arbeiten die Experten des Logistikums der FH Steyr rund um Prof. Schauer mit den Partnern der kunststofferzeugenden und -verarbeitenden Industrie im Kunststoff-Cluster eng zusammen und bieten den Firmen Mehrwert durch Kooperation.

Hilfestellung für exportorientierte Kunststofffirmen
In der ersten Phase steht die Erhebung im Vordergrund.
Ein kompakter Fragebogen hilft Ihnen die wesentlichen Daten und Fakten für Ihr Unternehmen zu erheben.
Diesen können Sie selbst ausfüllen und an uns senden. Daten werden anonymisiert erfasst.

Download Fragebogen
Download Infoblatt

1. Projekt-Newsletter Mai 2017
2. Projekt-Newsletter Juli 2017
3. Projekt-Newsletter September 2017

4. Projekt-Newsletter November 2017

Terminvereinbarungen können ab sofort getätigt werden!
Kunststoff-Cluster                   Logistikum Steyr
Mag. Jürgen Bleicher              Christian Haider, MA
+43 / 664 / 8186581                +43 / 50804-33267

 

ProjekttitelChemMultimodal                                                          
Projektbeginn01.06.2016
Projektende31.05.2019

Foto: Mag. Jürgen Bleicher

Mag. Jürgen Bleicher

Projektmanagement

Fachbereiche: Faserverstärkte Kunststoffe, Spritzgießen, Recycling, A2LT, Kunststoffstandort Oberösterreich

Mobil: +43 664 8186581
Tel.: +43 732 79810 5116