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Bild: Wittmann

Exakte Positionierung des Bausteines vor der IR Kamera.


Wittmann Flow Control Einheit (Flowcon)


25.10.2010

Wittmann-Battenfeld: Optimale Teilequalität durch Online-Thermographie


Um höchste Teilequalität bei allen Entwicklungsüberlegungen zu gewährleisten, bietet Wittmann Battenfeld Anlagen mit integrierter Online-Thermographie, ein Verfahren, entwickelt vom Süddeutschen Kunststoffzentrum in Würzburg (SKZ), an – zu sehen auf der K 2010.


Die Werkzeugtemperierung ist eine der wesentlichen Kenngrößen beim Spritzgießen. Die Temperaturverteilung im Werkzeug beeinflusst maßgeblich den Formteilverzug und somit die Qualität von Kunststoffteilen. Eine konstant hohe Qualität von komplexen Formteilen erfordert deshalb auch eine gleichmäßige Temperierung unterschiedlicher Werkzeugsegmente.

Die Online-Thermographie ermöglicht die Erkennung von Qualitätsschwankungen, Schuss für Schuss, einhergehend mit der Regelung der Temperierung bei Toleranzüberschreitungen. Möglich ist diese „Qualitätssicherung im heißen Zustand“ durch die Aufnahme der Oberflächentemperaturen eines Spritzgussteils direkt nach dem Entformvorgang mittels IR Kamera. Der Datensatz wird anschließend mittels spezieller Software ausgewertet. Zu diesem Zweck wird das Teil direkt nach dem Entformen vom Linearroboter der Kamera in verschiedenen Positionen präsentiert.

Die Auswertung wird auf einem Monitor dargestellt, die Abweichungen vom Freigabezustand werden visualisiert und segmentabhängig für das angeschlossene Durchflussregelgerät WITTMANN FLOWCON berechnet. Die gegebenenfalls
notwendigen Temperaturänderungen werden somit in Echtzeit umgesetzt. Ein wesentlicher Vorteil dieses Verfahrens ist die externe Temperaturmessung am entformten Bauteil. Dadurch sind keine Änderungen und Ergänzungen am jeweils eingesetzten Werkzeug notwendig.

Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Temperaturmessung mittels Temperatursensoren im Werkzeug bietet eine thermographische Messung am Formteil eine Reihe von nennenswerten Vorteilen:

Die zum Einsatz kommenden Kamera-Systeme sind deutlich genauer und robuster als Temperatursensoren. Eine IR Kamera kann, bedingt durch die hohe Auflösung, große Flächen sowie kritische Stellen, wie zum Beispiel Hot Spots erfassen. Ein
Austausch der Kamera im Störungsfall erfolgt in kürzester Zeit ohne Ausbau eines Werkzeugs.

Die konstante Temperierung ermöglicht dauerhaft optimierte Zykluszeiten. Das Verfahren führt zudem zu einer Verbesserung der Anfahrsituation und einer Reduzierung des Anfahrausschusses. Die gleich bleibende Temperaturverteilung sorgt für eine nachhaltige Qualitätsverbesserung. Ausschuss bei Temperierfehlern wird sofort erkannt. Damit reduzieren sich Ausschuss- und Reklamationskosten.

Die Ermöglichung der statistischen Prozesskontrolle hat den Vorteil, dass beispielsweise Werkzeugwartungen rechtzeitig durchgeführt und damit ungeplante Reparaturen verhindert werden können. Und nicht zuletzt ist der rückverfolgbare
„thermische Fingerabdruck“ (Thermobild) ein relevanter Prozessparameter.

Das Handlingsystem spielt in diesem Prozess eine Schlüsselrolle. Nur durch eine exakt wiederholgenaue Positionierung können die Wärmebilder präzise erfasst und von der SKZ Software mit einem Sollzustand verglichen werden. Die von der WITTMANN R8 Software gesteuerte Servotechnik des WITTMANN Roboters erlaubt das hierzu erforderliche wiederholgenaue Bahnfahren.

www.wittmann-group.com

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